Andreas Odermatt
Gemeinderat Wald ZH
 

Schwerpunkte

In meinen ersten zwei Legislaturen (2015-2022) stand ich dem Ressort Soziales vor. Im Sozialen geht es um Themen wie persönliche / wirtschaftliche Hilfe, Sozialversicherungen (Ergänzungsleistungen zu AHV/IV), Alter und Asyl. 

Dabei erreichte ich unter Anderem die Schaffung der Fachstelle Alter, die Verbesserung des Elternbeitragsreglementes und die Weichenstellung zur Integration der (privat organisierten) ausserfamiliären Kinderbetreuung in die Gemeindeverwaltung.

Seit dieser Legislatur (2022-2026) stehe ich dem Ressort Sicherheit & Gesundheit vor. Dort ist der Aufgabenbereich breiter. So sind die Bäder, die Einwohnerkontrolle, das Polizei- und Gesundheitswesen, das Abfallwesen, die Bewilligungen für Veranstalltungen und alles um Sport und Vereine Teil dieses Ressorts.

Dabei habe ich runde Tische zur Thematik am Bahnhof, Sucht & Sicherheit und zu Instituntionen, welche sich in Wald niedergelassen haben ins Leben gerufen. So können Probleme mit den Beteiligten angesprochen werden und Lösungen erarbeitet werden, welche sonst durch die Gemeinde nicht umsetzbar wären (rechtluche / Zuständigkeishürden). Im Abfallwesen konnte ich die Kartonsammlung (wieder) einführen und den Fokus auf unterirdische Abfallsammelstellen legen. Dank meinem guten Austausch mit der Kantonspolizei können Brennpunkte schnell angesprochen und Massnahmen umgesetzt werden. Im Gesundheitswesen liegt der Fokus auf der Gesundheitsversorgung, welches sehr herausfordernd ist. Die bekannten Schwierigkeiten des Spitals GZO, der (schweizweite) Mangel an Hausärzten und die Versorgung der Bevölkerung im Bereich der Langzeitpflege und Spitex beschäftigen mich sehr. Dazu kommen noch die Schaffung neuer Schutzplätze für die Bevölkerung, die Bewilligung von Festen (welche unser Dorfleben ausmacht) und die Unterstützng für unsere Walder Vereine und s Walder Gwerb.


Familie & Gesellschaft 

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Unsere Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt. Wir sind besser ausgebildet, haben mehr Informationen zur Verfügung und sind individueller geworden. Viele Verpflichtungen welche früher innerfamiliär gelöst wurden, werden an die Gesellschaft bzw. den Staat ausgelagert.

Dank unserem Bildungssystem konnten in der Schweiz viele Arbeitnehmer*innen eine sehr gute Ausbildung erhalten. Diese erworbenen Kompetenzen müssen weiter gefördert und genutzt werden. Ausserfamiliäre Kinderbetreuung und Teilzeitarbeit werden immer häufiger genutzt und sollten gefördert werden. Der Verein NOKIMUZ übernahm bis 2023 für die Gemeinde Wald ZH die Betreuung von Kindern ab 3 Monaten. Mittlerweile konnte diese Aufgabe die Gemeinde wieder übernehmen. Durch das Elternbeitragsreglement unterstützt die Gemeinde einkommensschwache Familien und ermöglicht es so beiden Elternteilen einer Arbeit nachzugehen. Mit meinem Einsitz im Vorstand des Vereins bis im 2022 (Delegierter des Gemeinderats) sorgte ich für eine gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Verein und trage so zu mehr Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei.


"Andreas Odermatt habe ich in meinen drei Jahren im Vorstand des Vereins Nokimuz als sehr unterstützendes Vorstandsmitglied kennengelernt, welches – obwohl nicht stimmberechtigt - willkommenerweise seine Meinung und die Perspektive der Gemeinde vertritt. Er gilt als ein wertvoller Sparringpartner, welcher durchaus kritisch und dennoch wohlwollend unser Bestreben nach einer qualitativ hochstehenden, bedürfnisgerechten familienergänzenden Kinderbetreuung für die Gemeinde Wald unterstützt.
Er engagiert sich im Gemeinderat für den Verein Nokimuz und trägt zu Neuerungen und Verbesserungen massgeblich bei. Auch seinem Engagement ist es zu verdanken, dass der Nokimuz heute in der Gemeinde Wald mehr mitunter einkommensschwachen Familien eine familienergänzende Kinderbetreuung anbieten kann und damit die Attraktivität von Wald als Wohnort für Familien gesteigert werden konnte.
Ich habe Andreas Odermatt als weitsichtig handelnde Person kennengelernt, die für die Anliegen der Gemeinde Wald bereit ist, engagiert und unterstützend viel Zeit zu investieren."
Barbara Riedo, Präsidentin Verein Nokimuz, im 2022, Wald ZH


Unterstützung von Vereins- und Freiwilligenarbeit

Die Gemeinde Wald hat ein vielfältiges, aktives Vereinsleben. Diese Vereine sind nebst Freiwilligenarbeit und Kirchenorganisationen wichtige und wertvolle Säulen unserer Gesellschaft.

Sport ist eine Lebensschule. Aber nicht nur in den Sportvereinen wird wichtiges fürs Zusammenleben gelehrt, auch die vielen anderen Vereine leisten einen grossen Beitrag zur Jugendförderung, zur Integration und zur Kultur. Dies wird auch durch die Gemeinde mit finanziellen Beiträgen und Bereitstellung von Infrastruktur unterstützt. Dank viel Engagement und Freiwilligenarbeit konnte so zum Beispiel die Walder "Gorilla Trophy" (ehemals fit for kids) so erfolgreich werden. Im Bereich der Freiwilligenarbeit das Projekt "Zeitgut Bachtel" auf die Beine gestellt werden - ein Plattform für Freiwilligenarbeit rund um den Bachtel. Auch aus grossem Engagement von Walder*innen ist der Verein "Träffpunkt Wald" entstanden. Im ehemaligen Kindergarten Sunnerai werden vielfältige Anlässe für Kinder, Eltern und Erwachsene organisiert und erfolgreich durchgeführt. Die Gemeinde Wald ZH unterstützt den Träffpunkt Wald mit der zur Verfügungstellung des ehemaligen Kindergartens und mit Beiträgen zur Jugendförderung. Ich bin überzeugt, dass durch eine weitere Zusammenarbeit das Projekt vom "Träffpunkt Wald" ein grosser Mehrwert für die Walder*innen weiter besteht und sogar noch ausgebaut werden kann.


Gesundheit & Alter

Sicherstellung einer bedürfnisgerechten Gesundheitsversorgung

Die Gesundheit war nicht nur in Zeiten von COVID-19 ein Thema. Es ist wichtig eine gute Grundversorgung für die Bevölkerung zu haben.

Mit dem Spital GZO Wetzikon hat das Oberland einen kompetenten Gesundheitsversorger in der Region. Durch die Ablehnung des Kantones, die GZO bei der Ablösung einer Anleihe zu unterstützen, ist das GZO jedoch gefährdet und musste in die Nachlassstundung. Ein Konzept zur Rettung des Spitals steht und die Befölkerung kann im November 2025 darüber abstimmen, ob sie das Spital finanziell unterstützen will. Als Aktionärsvertreter der Gemeinde Wald stelle ich einen guten Informationsaustausch zwischen Gemeinde und GZO sicher. 

Der Rettungsdienst Regio144 AG ist in Rüti stationiert und stellt die präklinische Notfallversorgung aus der Nachbargemeinde aus sicher. In lebensbedrohlichen Situationen (z.B. Herz-Kreislaufstillstand) überbrückten die First Responder der Feuerwehr Wald bis ins 2024 wichtige Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. An der Einführung der First Responder in Wald war ich massgeblich beteiligt. Dieses System wurde durch den Kanton mit einem System abgelöst, bei welchem die Bevölkerung als First Responder engagieren können. Um die Abdeckung der AED zu verbessern und die Zugänglichkeit sicherzustellen, konnte ich an diversen Orten AED's installieren.

In der Gemeinde Wald ZH haben sich in den letzten Jahren mehrere Ärzte zu Gemeinschaftspraxen zusammengeschlossen und sich für die Zukunft ausgerichtet. Leider musste eine Praxis, das Ärztezentrum Rosenthal AG, im 2024 Konkurs anmelden. Im Sommer 2023 wurde ich vom Stiftungsrat drei Tannen in den Verwaltungsrat dieses Ärztezentrums delegiert und musste das Präsidium übernehmen. Die Situation erwies sich als äusserst schwierig und trotz der eingeleiteten Massnahmen kam jede Rettung zu spät. Dies zeigt, dass bei der Planung und der Startphase solcher Ärztezentren der Finanzierung und vor allem den Fixkosten grösste Beachtung zu schenken ist und die Rekrutierung von Hausärzten auf dem Land äusserst schwierig ist - Erkenntnisse welche in der Startphase zu wenig beachtet wurden. Nichtsdestotrotz muss der Weg für eine bedürfnisgerechte medizinische Grundversorgung weiter beschritten werden.


Verbessern der Dienstleistungen für Menschen im fortgeschrittenen Alter

Gemäss verschiedener Prognosen steigt der Anteil der über-64-Jährigen weiter markant an. Dies bietet einerseits Chancen als Naherholungsgebiet, erhöht aber auch altersentsprechende Nachfragen nach entsprechenden Dienstleistungen, Informationen und Angeboten.

Mit der von der Gemeindeversammlung im Dezember 2020 bewilligten Fachstelle fürs Alter kann eine professionelle Informationsstelle geschaffen werden. Diese kann sich intensiv um die Bedürfnisse der Menschen im fortgeschrittenen Alter kümmern und Dienstleistungen vernetzen und sichtbar machen. Mit der Stiftung drei Tannen hat Wald zudem einen grossen Player in der Altersversorgung im Dorfzentrum. Als Stiftungsratsmitglied (Delegierter des Gemeinderats) versuche ich die Bedürfnisse der Walder*innen in Bezug auf die Altersversorgung einzubringen und für eine gute Versorgung mit Pflegeplätzen zu Sorgen. Dabei soll auch der wirtschaftliche Aspekt nicht zu kurz kommen.   

"Als Stiftungsratspräsident der Stiftung Drei Tannen habe ich Andreas «Odi» Odermatt als einen guten Zuhörer und überlegten Redner kennengelernt. Odi setzt aber auch tatkräftig um. Ihm sind die Themen Alter und Gesundheit ein echtes Anliegen, für die er sich persönlich engagiert. Das hat er z.B. bei der sehr effizienten Entwicklung einer Leistungsvereinbarung zwischen Gemeinde und Stiftung gezeigt. Für das Dorf Wald ist es ein Gewinn, wenn Odi für vier weitere Jahre gewählt wird - meine Stimme ist ihm deshalb sicher."
Christian Sartorius, Stiftungsratspräsident Stiftung drei Tannen, im 2022, Wald ZH


Wirtschaft & Steuern

Förderung vom Wirtschafts- und Gewerbestandort

Nebst einigen grösseren Arbeitgebern im Bereich des Gesundheitswesens und der Industrie sind in der Gemeinde Wald viele kleinere Gewerbetreibende angesiedelt. Diese biete vielen Arbeitnehmenden interessante Arbeitsplätze und erhöhen mit ihren Dienstleistungen für die Bewohner*innen die Attraktivität der Gemeinde Wald ZH als Wohn- und Arbeitsort. Der Anteil an Wegpendlern ist jedoch ca. doppelt so gross wie der Anteil an Zupendlern und Personen, welche in Wald wohnen und arbeiten.

Um neue Arbeitsplätze anzusiedeln und bestehende zu sichern, braucht es genügend Flächen zur Entwicklung für Unternehmen, gute Erschliessung der Arbeitsplätze (sowohl ÖV als auch MIV) und ein gut ausgebautes Breitbandnetz. Zudem muss die Zusammenarbeit mit der öffentlichen Verwaltung möglichst einfach und pragmatisch sein.


Sorgsamer Umgang mit Steuergeldern

Die Steuerbelastung in Wald ist für natürliche Personen (Steuerfuss bei 122%) im interkantonalen Vergleich hoch. Dies hat sicher auch mit der geografischen Lage und der Bevölkerungsstruktur zu tun. So ist die durchschnittliche Steuerkraft auch heute noch unter 2'000 Fr pro Person. Der Durchschnittswert im Bezirk Hinwil liegt bei über 2'500 Fr pro Person, im Kanton bei über 4'700 Fr pro Person (Stand 2023).

Da die Steuerbelastung ein Faktor bei der Wahl der Wohngemeinde ist müssen wir mit den Steuergeldern weit- und umsichtig umgehen. Das heisst nicht: Sparen auf Teufel komm raus. Wichtig ist grosse Investitionen unter Einbezug der Bevölkerung sorgsam auszuwählen und zu priorisieren. Auch das "Tagesgeschäft" sollte regelmässig hinterfragt und auf die Wirksamkeit des eingesetzten Steuerfrankens hinterfragt werden.


Spider

Der Smartspider (von politspider.ch) fasst meine politische Einstellungen zu wichtigen Kernthemen zusammen. Der abgebildete Smartspider ist eine Zusammenfassung von mehreren, durch Fragebogen erstellte, Smartspider von Smartvote und Vimentis.

Smartspider Stand 2025